Die Suche nach der bahnbrechenden Innovation. Dafür braucht es Ideen. Kreativität auf Knopfdruck? Kreativität kann nicht einfach wie ein Lichtschalter eingeschaltet werden. Aller Anfang ist schwer. Was bei der Ideenfindung unterstützt? Verschiedene Kreativitätstechniken können Ihren Beitrag auf dem Weg zur perfekten Idee leisten. Mit diesem Blog zum Thema Ideengenerierung geht unsere Blogreihe Lean Startup in die nächste Runde.

Welche Methoden gibt es generell um neue Ideen zu generieren?

Auf den Gedankenblitz zu einer bahnbrechenden Innovation warten? Das kann man natürlich, kann aber auch mitunter sehr lange dauern. Daher verwenden wir unterschiedliche Kreativitätstechniken, um neue Ideen zu generieren. Mit diesen Methoden können zahlreiche Ideen zu einer Thematik im Handumdrehen generiert werden. Kreativitätstechniken sind beispielsweise Brainstorming, 6‑3‑5 Methode, Sechs Denkhüte,Disney Methode, Fluchtmethode, SIT – Systematic Inventive Thinking, Design Thinking, Kopfstandmethode.

Mit 3 wichtigen Regeln zum erfolgreichen Brainstorming

Brainstorming ist eine der bekanntesten Methoden, um Ideen zu generieren. Richtig angewandt, entstehen in kurzer Zeit zahlreiche Ideen. Der Schlüssel zum Erfolg: Sucht euch einen Raum, in dem ihr in entspannter Atmosphäre kreativ werden könnt. Hierarchieebenen sollten in den Hintergrund gestellt werden. Jeder Teilnehmer darf seine Ideen frei äußern. Um die Atmosphäre zu Beginn aufzulockern hilft es die Teilnehmer durch ein kleines Warm-up zum Lächeln zu bringen. Lasst euch etwas einfallen.

Regel 1: Kreativer Mut Beim Brainstorming sollten der Kreativität keine Grenzen gesetzt werden. Jede Idee, die einem in den Sinn kommt, wird geäußert. Egal, wie abwegig sie im ersten Moment erscheinen mag. Hier kann Potenzial für weitere Ideen entstehen.

Regel 2: Quantität vor Qualität Ideen zu bewerten steht hier an zweiter Stelle. Das Brainstorming lebt zu Beginn von einer „Ideenflut“. Versucht zu Beginn so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Die ersten Ideen müssen nicht die besten Ideen sein. Nehmt euch also ausreichend Zeit. Eventuell findet ihr die besten Ideen erst nach einer gewissen Zeit des Brainstormings, wenn ihr „warm“ geworden seid.

Regel 3: Keine Kritik an Ideen Ideen werden beim Brainstorming zunächst weder kritisiert noch diskutiert. Das wird in einem späteren Schritt gemacht. Zunächst sollten die Ideen unkommentiert notiert werden.

Weitere Kreativitätstechniken – Von 0 auf 100

Ihr sucht eine Alternative zum Brainstorming und wollt primär zu einem bestimmten Thema oder einem Problem Ideen generieren? Dann haben wir hier eine kleine Auswahl für euch.

6-3-5 Methode – Schnell zu 108 Ideen

Die 6-3-5-Methode stellt eine Brainwriting-Kreativitätstechnik dar und eignet sich besonders zur Generierung von Vorideen,als auch zur gezielten Ideenanreicherung. Im Design Thinking wird die 6‑3-5 Methode oftmals angewandt. Dabei erhalten 6 Teilnehmer jeweils ein Blatt Papier, auf dem sie immer 3 Ideen in einem definierten Zeitraum notieren. Die Blätter werden insgesamt 5 Mal im Uhrzeigersinn weitergereicht, damit jeder Teilnehmer auf jedem Blatt 3 Ideen notiert. Wenn ihr also am Anfang eines Ideenfindungsprozesses steht, könnt ihr mit dieser Methode eine Vielzahl an Ideen finden. Es können maximal 108 Ideen in kurzer Zeit entstehen. Die vorgegebene Struktur des Kreativitätsprozesses kann aber auch ab einem gewissen Zeitpunkt ideenhemmend sein, was aber nicht weiter schlimm ist. Wir haben diese Methode auch schon für die Namensfindung von neuen Projekten angewandt. Hier haben wir tolle Ergebnisse erzielt.

Disney Methode

Bei der Disney Methode werden zum einen rohe, neue Ideen generiert und zum anderen entstehen sogleich verfeinerte Ideen. Eine Einzelperson oder eine Gruppe versetzen sich der Reihe nach in eine von drei Rollen: Träumer, Realist, Kritiker. Ziel der Methode ist es sich aus der Perspektive der drei Rollen zu einem Problem Gedanken zu machen, Ideen zu generieren und zu verfeinern. Gestartet wird mit dem Träumer, der Ideen und Visionen für die Zukunft einbringt ohne über die Realisierbarkeit nachzudenken. Der Realist nimmt im Anschluss den Blickwinkel der aktuellen Situation ein, denkt über aktuell vorhandene Ressourcen und benötigte Hilfsmittel nach. Daraufhin werden die visionären Ideen zu realisierbaren Aktivitäten. In der dritten Rolle werden aus Sicht des Kritikers Schwächen und offene Fragen identifiziert. Diese Aspekte werden wiederum im Kreislauf an den Träumer gegeben, der versucht die kritischen Punkte der Ideen wiederum mit visionären Ideen zu verbessern.  Dieser Zyklus wird so oft durchlaufen bis die Anforderungen an die Idee erfüllt werden oder keine weiteren relevanten Verbesserungen erfolgen.

Ideen finden, um Bestehendes zu optimieren

Ihr wollt auf Bestehendem aufbauen, interne Prozesse oder Produkte und Dienstleistungen verbessern. Klassische inkrementelle Innovation? Sowohl die SIT-Methode, als auch die Kopfstandmethode geben hier gute Hilfestellungen, um hier Ideen zu generieren.

Kopfstandmethode

Außergewöhnlich, aber effektiv. Indem eine Fragestellung umgedreht wird und diese so ins Lächerliche gezogen wird, wird die Kreativität angeregt. Für diese außergewöhnliche Fragestellung werden zunächst Antworten gesucht. In einem zweiten Schritt werden die negativen Aussagen in positive Aussagen umgedreht. Diese Kreativitätstechnik eignet sich nicht unbedingt zur Generierung vollkommen neuer Ideen für neue Produkte. Es können allerdings bestehende Produkte, Dienstleistungen, Prozesse hinterfragt werden. Dabei können neue Anforderungen und damit Verbesserungen herausgearbeitet werden. Für die inkrementelle Innovation eignet sich diese Methodik sehr gut.

SIT – Systematic Inventive Thinking

Eine unserer Lieblingsmethoden, die SIT Methode. Warum? Weil man mit einem komplett anderen Ansatz und einer neuen Denkweise zu wirklich tollen Ergebnissen gelangt. Im Gegensatz zum Design Thinking wird bei dieser Methode keine gezielte Lösung aufgrund eines definierten Problems sowie der Kundenbedürfnisse gesucht. Man geht von einem bestehenden Produkt oder Prozess aus und versucht im Anschluss durch die Anwendung verschiedener Innovationsmuster neue Funktionen zu finden, die Mehrwerte für den Kunden mit sich bringen. Wie die Methode genau funktioniert? Das haben wir im letzten BlogSystematic Inventive Thinking – die SIT-Methode stellt sich vor. erklärt.

 

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