IoT

Sicher ist bei euch schon das ein oder andere mal der Begriff IoT, also Internet of Things oder auch Internet der Dinge aufgetaucht. Wikipedia spricht hier von einem „Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen.“ Das klingt jetzt mal ziemlich sperrig, es geht aber im Prinzip darum, dass Geräte selbständig miteinander kommunizieren können und dabei die Menschen unterstützen, ohne dabei groß aufzufallen.

LoRa ist dabei eine Funktechnologie, die für genau diesen Zweck in einfachen Geräten, wie zum Beispiel einem Temperatursensor verwendet werden kann. LoRa steht dabei für Long Range also Hohe Reichweite, dazu aber mehr weiter unten.

 

LoRa v.s. LoRaWAN

LoRa ist eine Funktechnologie, die es erlaubt, Daten extrem energiesparend über eine große Entfernung zu übertragen. Unsere Experimente haben dabei eine Reichweite von deutlich über 20 km ergeben! Batteriebetriebene Sensoren können aber trotzdem eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren erreichen! Hohe Reichweite und extrem lange Batterielebensdauer stehen dabei gegensätzlich zueinander, aber die Werte sind schon beeindruckend, oder?

 

LoRaWAN (LoRA Wide Area Network) im Gegensatz dazu ist eine Systemarchitektur, die auf LoRa als Funktechnologie setzt. Theoretisch könnten auch andere Funktechnologien mit LoRaWAN verwendet werden, was aber nicht viel Sinn machen würde. Wichtig dabei ist, dass für die Übertragung über Funk ausschließlich lizenzfreie Frequenzen verwendet werden. Der Betrieb ist also jeder Person ohne spezielle Genehmigungsverfahren erlaubt.

 

LoRaWAN steht dabei in Konkurrenz zu anderen Technologien wie z.B NB-IoT. Dieses wird von Telekommunikationsunternehmen über die Handy-Basisstationen betrieben und jedes Gerät benötigt wie Handys eine SIM-Karte. Die Kommunikation findet im Unterschied zu LoRaWAN im für den jeweiligen Betreiber lizenzierten Frequenzband statt. Es kann also nicht so einfach ein NB-IoT Netzwerk von jedem betrieben werden, sondern es sind dafür aufwendige Genehmigungsverfahren notwendig, verbunden mit hohen Kosten für lizenzierte Frequenzen.

 

Welche Technologie sich am Ende durchsetzen wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Wahrscheinlich ist aber, dass je nach Anwendung ein anderes Protokoll eingesetzt wird.

 

Anwendungsfälle

Wie kann diese Technologie sinnvoll eingesetzt werden? Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig und für alle Branchen interessant. In der Logistik kann zum Beispiel die Postion eines Containers verfolgt werden. Durch die lange Batterielebensdauer auch ohne Stromversorgung. Mit den von IoT Geräten gesammelten Informationen können Kosteneinsparungen und Prozessverbesserungen erzielt werden. Auch im Energieumfeld gibt es unterschiedliche Anwendungsfälle, die wir in den nächsten Wochen betrachten und auch praktisch erproben möchten.

 

Fazit

LoRa und LoRaWAN sind Technologien, die für einfache Geräte im Internet der Dinge gemacht sind. Bei hoher Reichweite ermöglichen sie eine lange Batterielebensdauer. Die Infrastruktur kann einfach ohne spezielle Genehmigungen aufgebaut werden.

Seid gespannt auf unsere noch folgenden Beiträge zum Thema IoT. Das nächste Thema ist ein auf WLAN und LoRaWAN basierender Personenzähler.

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