Die Stadtwerke Düsseldorf und das Innovation Lab illwerke vkw machen gemeinsame Sache. Wo? Dort wo es Sinn macht, wo sich Kompetenzen bündeln lassen, wo Marktchancen greif- und umsetzbar sind. Weshalb das gemeinsame Tun so befruchtend ist und wie sich die Zusammenarbeit gestaltet? Lesen Sie, was Martin Giehl und Daniela Jost dazu sagen …

 

Kontakt, kontaktet und gefunden: Weshalb wir heute verbandelt sind?

Martin Giehl: Durch meine rund zehnjährige Tätigkeit bei der EnBW – und die meines Chefs – gab es schon länger Kontakte zu illwerke vkw. Das ist die eine Seite, die historische, wenn man so will. Die andere: Wir verstehen uns als urbaner Infrastrukturdienstleister – und das Rheintal ist wiederum ein sehr spannender urbaner Bereich. Weshalb? Weil es Analogien zum Markt bzw. zur Entwicklung vom Raum Düsseldorf gibt, obwohl geografisch unterschiedlich. Deshalb ist ein Austausch auf dieser Ebene enorm interessant – für beide Seiten, denke ich.

 

Wann genau war klar: Yes, wir wollen etwas zusammen machen. Denn Innovation betrifft schließlich beide …

Martin Giehl: Eigentlich immer schon, aber intensiviert hat sich unser Kontakt mit dem Besuch von Guido Salzmann, der mit dem Vorstand der illwerke vkw hier bei uns in Düsseldorf das Kraftwerk besichtigt hat. Es ging um viele spannende Themen, und natürlich auch um das Thema Innovation. Als wir die Menschen hinter illwerke vkw kennen gelernt, allen voran eben Herrn Salzmann, aber auch Herrn Gerhard Günther oder Martin Seeberger, war klar: Wir wollen unbedingt zusammenarbeiten, gemeinsam vergleichen, entwickeln oder erproben.

 

Warum haben Sie das Innovation Lab für eine Zusammenarbeit ausgewählt?

Martin Giehl: Unsere Märkte sind vergleichbar, sind sie von hoher Dynamik geprägt und – da wir mit der gleichen Perspektive ausgestattet sind – macht es Sinn, uns dahingehend abzugleichen. Zum Beispiel welche Produkte wir entwickeln, wie die Kunden damit umgehen und vieles mehr. Zudem verstehen wir uns nicht als Konkurrenten, sondern als Partner.

Daniela Jost: Das Know-How ist die eine Seite, allerdings geht es auch um die menschliche. Wir haben die hohe Wertschätzung gesehen, mit der die beteiligten Personen agieren. Das schafft Vertrauen und ist etwas ganz besonders. Die illwerke vkw sind auf uns mit einer großen Offenheit entgegengekommen – von Anfang an. Das schätzen wir sehr und möchten das gleiche natürlich auch zurückgeben.

 

Was erwarten Sie sich beide von der Zusammenarbeit mit dem Innovation Lab? 

Martin Giehl: Derzeit arbeiten wir ja im Bereich Customer Insights zusammen. Wir versuchen gleichartige Produkte mit Kunden zu verproben und uns ein Stück weit Feedback zu geben, wie diese Kunden dieses Produkt annehmen, was verbessert werden soll etc. Das ist hier natürlich explizit auf das Thema Energiemanagement bezogen, also ein energienahes Thema, wo wir uns austauschen.

 

Sehen Sie Möglichkeiten, auch bei anderen Themen mit dem Innovation Lab zusammen zu arbeiten?

Daniela Jost: Jawohl, die Offenheit ist gegeben; der Startpunkt ist gesetzt.

Martin Giehl: Gerade beim Thema Elektromobilität ist Ihre Region zum Beispiel schon weiter, als wir es sind. Und da denken wir natürlich drüber nach: Was kann man voneinander lernen?

 

Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise im innovativen Bereich beschreiben? Drei Worte:

Daniela Jost und Martin Giehl: Mutig, unternehmerisch, leidenschaftlich.

Martin Giehl: Wir legen zudem sehr viel Wert auf Bodenständigkeit. Wenn wir Kooperationen eingehen, zum Beispiel mit Start-Up’s, begegnen wir ihnen mit Demut, mit Wertschätzung und mit Respekt vor der Leistung anderer. Wenn wir Kooperationen bauen, haben wir ein gutes Gespür für die angemessene Aufteilung, die Kompetenzen, das richtige Verhältnis. Und dass Werte wie Fairness und Respekt zu jeder Zeit stattfinden.

Daniela Jost: Das was wir sind, leben wir vor – und wir bleiben so, wie wir sind. Das ist uns auch in der Zusammenarbeit wichtig – für beide Seiten.

 

Wo suchen Sie nach Ideen, Geschäftsmodellen oder neuen Start-Ups?

Wir haben drei Geschäftsfelder, auf die wir uns konzentrieren: Mobilität, Immobilien und Flächenentwicklung sowie vernetzende Plattformen. Für letzteres ist zum Beispiel die App „Stadtwerkzeug“ ein Vorzeigeprojekt oder der „Eddy“, ein E-Roller-Sharing-Konzept, dass das Düsseldorfer Stadtleben mobiler und flexibler macht.

 

Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit uns beschreiben?

Daniela Jost und Martin Giehl: Vertrauensvoll, inspirierend und leidenschaftlich. Beide Seiten bringen eine breite unternehmerische Erfahrung mit. Wir sind aufmerksam, haben ein Gespür für Opportunitäten … und legen, wenn es Sinn macht, unsere Kompetenzen zusammen, wenn wir Marktchancen sehen. Unsere Partnerschaft ist noch sehr jung – also ein zartes Pflänzchen, wenn man so will. Das werden wir gemeinsam hegen und pflegen und zum Wachsen bringen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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