Innovationen beim illwerke vkw Konzern werden bereits seit 100 Jahren aktiv gelebt. Der Kraftwerksbau, sowie neue Energiedienstleistungen wie bspw. die VKW VLOTTE oder die Gründung des Innovation Lab von illwerke vkw sind einige dieser Innovationen. Dabei ist Smart Mobility eines der strategischen Innovations- und Handlungsfelder, in dem innovative Mobilitätsprojekte entstehen. Genau aus diesen Gründen ist die Oslo2Rome-Initiative so interessant für die VKW. Unser Ziel bei der Oslo2Rome Tour: Mit dem Elektroauto auf Basis der Blockchain-Technologie von Bregenz nach Mulhouse. Die Herausforderung für uns? Viele Ladepunkte in Vorarlberg, wenige Lademöglichkeiten auf der Route. Es wird also auch für uns spannend.

Unser Team, die Oslo2Rome Route und die Besonderheit an unserer Route

Nadine aus dem Innovation Lab und Michael aus der VKW VLOTTE werden für die Oslo2Rome Tour als Team starten. Die Route, die unser VKW Team bestreitet, könnte nicht spezieller sein. Mit dem BMWi3 geht es von Bregenz aus Richtung Meersburg und dann mit der Fähre direkt über den Bodensee nach Mulhouse im Osten Frankreichs. Eine weitere Besonderheit für uns sind die geringen Lademöglichkeiten entlang dieser Route. Was in Vorarlberg schon längst Normalität ist, ist im Südwesten von Deutschland eher selten – der dichte Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das wird auch für uns spannend. Wir freuen uns schon sehr auf unsere Fahrt über die Grenzen hinaus für die Oslo2Rome Initiative. Wie wir die Route erlebt haben, berichten wir in diesem Blog.

 

Wie wir die Tour erlebt haben? Die VKW-Tour in 5 Etappen:

  1. Etappe 1: Achtung – fertig – los!

Der Startschuss zur Oslo2Rome-Tour fällt für das VKW-Team am 30.11.2017. Bei kalten Temperaturen und Schneefall steht der Tag ganz unter dem Motto „Oslo2Rome“.  Für Nadine und Michael geht es für die „Oslo2Rome“-Initiative mit dem BMWi3 von Bregenz in Österreich nach Mulhouse in Frankreich. Offizieller Startpunkt für die Oslo2Rome-Tour: Schloss Hofen in Lochau. Ein wunderschöner Blick auf den Bodensee und die verschneite Landschaft bietet sich uns hier. Nach einem kurzen Videodreh für die „Oslo2Rome“-Initiative und einem Startfoto geht es für das VKW-Team endlich los. Wir sind wahnsinnig aufgeregt und können es kaum erwarten zu starten! Wir fahren los. Vor uns liegen rund 252 Kilometer.

  1. Etappe 2: Die deutsch-österreichische Grenze und der BMWi3 auf dem Bodensee

Nach nur 5 Minuten erreichen wir unsere erste europäische Bundesgrenze – die zwischen Österreich und Deutschland. So heißt es für uns „Servus Vorarlberg, hallo Deutschland“. Wir fahren insgesamt 58 Kilometer entlang dem schönen Bodensee bis zu unserem ersten Zwischenziel Meersburg. Warum haben wir Meersburg als unser Zwischenziel gewählt, wenn wir dort gar nicht laden wollen? Meersburg liegt direkt am Ufer des Bodensees und bietet Fahrten mit der Autofähre zwischen Meersburg und Konstanz an. Das Besondere an unserer Route: Unsere Route führt uns direkt über den Bodensee nach Konstanz. Die Autofähre selbst bietet keine Lademöglichkeiten. Kein Problem für uns – wir genießen zunächst den fantastischen Blick über den Bodensee. Denn unsere erste Ladestation auf der Route liegt bereits vor unseren Augen. In Konstanz werden wir zum ersten Mal laden. Und das an einer halböffentlichen Ladesäule. Wir erreichen mit der Fähre das Ufer von Konstanz und machen uns auf den Weg zur ersten Ladesäule. Die Ladesäule befindet sich in einer Tiefgarage unterhalb eines hawaianischen Restaurants und Hotels. Der Ladevorgang wird via App durchgeführt, was problemlos funktioniert. Während des Ladevorgangs machen wir uns mit der hawaiianischen Essenskultur vertraut und probieren in einem hawaiianischen Restaurant deren Spezialitäten. Für das VKW-Team völliges Neuland. Wir sind begeistert.

  1. Etappe 3: Laden an für uns bislang „unbekannten“ Ladesäulen – ob es geklappt hat?

Es ist 13 Uhr und der BMWi3 konnte von 120 km auf 187 km während unserer Mittagspause in Konstanz geladen werden. Nun machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Zwischenziel Titisee-Neustadt. Dort werden wir die nächste Lademöglichkeit vorfinden. Unsere Route führt uns durch die schönen Wälder des Schwarzwalds im Südwesten Deutschlands. Nach 92 km erreichen wir um 14:30 Uhr mit einer Restreichweite von 70 km die Ladesäule in Titisee-Neustadt. Hier finden wir eine halböffentliche Ladesäule vor. Auch hier funktioniert die Registrierung und Durchführung des Ladevorgangs problemlos. Für die Wartezeit während des Ladevorgangs finden wir ein gemütliches Plätzchen zum Kaffeetrinken. Nach 45 Minuten machen wir uns auf den Weg zum Elektroauto um unsere Route nach Frankreich fortzusetzen. Mit einer neuen Reichweite von 110 km nehmen wir Fahrt in Richtung Freiburg auf.

  1. Etappe 4: Die letzte Grenzüberschreitung und das Ziel vor Augen

Nun sind es noch 100 km nach Mulhouse. Nachdem der Ladezustand des BMWi3 noch ausreichend hoch ist, beschließen wir auf unser letztes Zwischenziel – eine Lademöglichkeit in Freiburg – zu verzichten. Trotz des kalten Wetters konnten wir sparsam genug fahren, sodass wir um 16:30 Uhr die Grenze von Deutschland zu Frankreich erreichen. Wir passieren die Bundesgrenze zu Frankreich und sind unserem Ziel schon ein ganzes Stück näher. Wir können es kaum erwarten unser Ziel endlich zu erreichen. Die Reichweite sinkt weiter. Ob wir das schaffen?

  1. Etappe 5: Der Zielort Mulhouse vor Augen

Schließlich kommen wir um 17 Uhr in Mulhouse an und suchen unsere letzte Ladestation. Wie es der Zufall will treffen wir Oslo2Rome Partner aus Frankreich an unserer letzten Ladestation. Bei einem gemütlichen Kaffee tauschen wir uns noch untereinander aus. Im Anschluss können wir den Ladevorgang nach erfolgreicher Verbindung von Ladesäule zu Elektroauto auch hier starten. Zufrieden über die erfolgreiche Tour machen wir uns auf den Weg zu unserem Hotel und freuen uns auf unsere morgige Rückfahrt nach Vorarlberg.

Unsere 3 interessantesten Erkenntnisse während der Tour:

  1. Elektromobilität ist im Südwesten Deutschlands weniger ein Thema als in Vorarlberg.

Diese Erkenntnis stützt sich auf zwei Ergebnisse unserer Tour. Zum einen konnten wir während der Vorbereitung für unser Oslo2Rome Tour nur wenige Lademöglichkeiten, die öffentlich sind, ausmachen. Somit ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur noch nicht so fortgeschritten wie bei uns in Österreich. Zum anderen haben wir während unserer Fahrt durch Süddeutschland kaum weitere E-Autofahrer entdeckt.

  1. Ladeinfrastruktur muss für E-Autofahrer zugänglich gemacht werden.

Allein mit Kreditkarte, Ladekarte oder anderen Bankkarten ist Laden und Bezahlen auch heute noch nicht überall möglich. Insbesondere, wenn es um die Autorisierung geht, kann oftmals eine Karte nicht gelesen werden. Genauso gibt es auch private oder halböffentliche Lademöglichkeiten, die ebenfalls nicht für jedermann zugänglich sind. Um E-Mobilität attraktiver zu gestalten, braucht es nicht nur den Ausbau der Ladeinfrastruktur, sondern auch die grenzübergreifende Öffnung der Lade- und Bezahlfunktionen.

  1. Innerhalb eines Landes zu laden und zu bezahlen ist aktuell einfacher als außerhalb der Bundesgrenzen.

Vor allem in Österreich ist seit 2017 das nationale Laden über die Landesgrenzen hinaus möglich. In Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es zum Teil schon größere Verbunde mit gemeinsamen Ladekarten. Dennoch ist in der Praxis das Laden und Bezahlen doch nicht so einfach wie gedacht. Hier braucht es eine einheitliche Lösung dir für alle Ladesäulen am Markt funktioniert.

Drei Fragen an das VKW-Team:

Warum nimmt die VKW an der Oslo2Rome Initiative teil?

Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) ist seit 2009 konsequent eines der führenden österreichischen EVU im Bereich der Elektromobilität. Der Boom der E-Mobilität in Vorarlberg mit einer großen Anzahl an Neuanmeldungen und die große Nachfrage beim Ausbau der Ladeinfrastruktur bestätigen die VKW in ihrem Tun. Unter dem Titel „VLOTTE“ machte sich Vorarlberg als erste Modellregion Österreichs und damals größte ihrer Art in ganz Europa auch über die Landesgrenzen hinaus einen Namen.

Für uns als führender Anbieter in der Region ist es selbstverständlich, dass wir auch die Entwicklung aktueller Themen beobachten und bei besonders interessanten Projekten mit an Bord kommen. Die Oslo2Rome Initiative ist genau einer dieser Fälle: eine neue, überaus spannende Technologie mit hohem disruptivem Potenzial in einem Kernthema eines Energiedienstleisters ist für uns ein „Muss“. In der Grenzregion Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein haben wir sehr großes Interesse an vereinfachten, auch grenzüberschreitenden Verrechnungsprozessen.

Wir sehen in dieser Initiative aber nicht nur die Möglichkeit, technologisch unsere Vorreiterrolle zu wahren, sondern auch, unsere bestehenden Netzwerke weiter zu vertiefen und die gesamteuropäische Zusammenarbeit zu intensivieren.

Wie entwickelt ist die Elektromobilität in Ihrem Land?

Vorarlberg ist mit rund 360.000 Einwohnern das zweitkleineste Bundesland Österreichs. Seit jeher ist ein sehr hohes Bewusstsein gegenüber Nachhaltigkeit und Ökologisierung vorhanden. Auch die Regierung des Landes fördert mit dem Ziel der „Energieautonomie 2050“ unter anderem gezielt den Ausbau der Elektromobilität. Als landeseigener Energieversorger hat die VKW die Aufgabe, Elektromobilität durch Information und Ausbau der Ladeinfrastruktur zu fördern. Diese Maßnahmen sind von Erfolg geprägt, was sich in einer EU-weit einzigartigen Dichte von Ladestationen (pro 10.000 Einwohner ein Schnellladepunkt und 10 Typ2 Ladepunkte) wiederspiegelt. Der Anteil an rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen bei den Fahrzeugneuanmeldungen ist mit über 2% entsprechend hoch.

Erzählen Sie uns etwas über Ihr Unternehmen und Ihre aktuellen Bemühungen rund um die Elektromobilität?

Die VKW glaubt an den Erfolg der Elektromobilität und hat diese zu einem Kerngeschäft ausgebaut. Unsere Tätigkeiten gliedern sich in drei Bereiche.

Information und Aufklärung: Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Vorarlberger Bürger über die Elektromobilität zu informieren und zu beraten. Dies geschieht unter anderem durch Veranstaltungen und kostenfreie Testfahrten.

Die zweite Säule ist der Auf- und Ausbau der Infrastruktur. Wir errichten und betreiben öffentliche AC- und DC Ladestationen, welche nicht nur durch die Einwohner nutzbar sind, sondern bereits jetzt an einen Roamingverbund angegliedert sind. Der Großteil der von uns errichteten Ladestationen werden aber in Partnerschaft mit Hotels, Restaurants und Tourismus-Infrastrukturen betrieben. Wir sehen ein sehr großes Potenzial in diesem halböffentlichen Segment.

Die dritte Säule sind Mobilitätsdienstleistungen speziell für VKW-Kunden. Die VKW VLOTTE Public Ladekarte ermöglicht das Laden nicht nur in Vorarlberg, sondern auch an 1.500 Ladestationen in Österreich und in Süddeutschland.

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