Der Umma Hüsla Hackathon (#uh18) ist ein Event, das von der Plattform für digitale Initiativen (DI) ins Leben gerufen wurde. Es geht darum innerhalb von 28 Stunden im Team oder auch alleine, nützliche, kreative oder unterhaltsame Prototypen und Projekte umzusetzen. Der #uh18 war dieses Jahr etwas ganz Besonderes. Er fand länderübergreifend auf dem Bodensee – und zwar auf einem Schiff – ganz nach dem Motto „Ship it“ statt. Wie wir den #uh18 erlebt haben, das erfahrt ihr hier.

Auf die Plätze. Fertig. Check In.

Freitag, 04.Mai: 12:30 Uhr. Endlich. Es ist so weit: Der #uh18 steht nach wochenlangen Vorbereitungen und Entgegenfiebern in den Startlöchern. Der Check In startet und das kann am gesamten Bregenzer Hafen live miterlebt werden. Zahlreiche, junge und motivierte Teilnehmer treffen voll bepackt mit Schlafsäcken, 3D-Druckern, ganzen Robotern und sonstigem Equipment, am Hafen in Bregenz ein und zielen direkt auf die MS Vorarlberg. Die MS Vorarlberg ist dieses Jahr Schauplatz und Location für den #uh18. Außergewöhnlich, aber echt lässig. Das Team vom Innovation Lab darf als Sponsor natürlich nicht fehlen und ist mit den Teilnehmern von illwerke vkw live vor Ort. Es gibt wie jedes Jahr für die Teilnehmer ein T-Shirt sowie eine Goodie-Bag mit tollen Incentives. Auch die Kinder vom Kinderhackathon treffen an Bord ein und richten sich wie die „Großen Hacker“ an ihren Plätzen ein. Die Aufregung steigt.

 

Los geht´s. Wir befahren deutsche Gewässer. Erster Halt: Konstanz Hafen

14 Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein startet der #uh18. Das Schiff legt ab und das Hacken kann beginnen. Jetzt heißt es #Shipit. Die Teams arbeiten an ihren Projekten.

15 Uhr. Auf dem Programm steht Pitch Perfect mit dem Innovation Lab. Unser Alex bietet ein Pitchtraining für die Teilnehmer an, um am Ende ihre Projekte innerhalb der 30 Sekunden erfolgreich zu präsentieren.

Das Besondere am #uh18: Er findet dieses Jahr länderübergreifend statt. Daher führt die Route der MS Vorarlberg zunächst in deutsche Gewässer. Zielhafen ist Konstanz.

18 Uhr. Stärkung ist wichtig. Wie ginge das besser mit einem gemütlichen Burgeressen direkt auf dem Bodensee. Sehr lecker. 😛

19 Uhr. Ankunft Konstanz Hafen. Es steht ein riesiges Empfangskomitee am Konstanzer Hafen bereit. Bürgermeister, Fanfahrenzug sowie interessierte Besucher erwarten gespannt die Ankunft der MS Vorarlberg. Nicht nur, um Hackathonluft zu schnuppern und hinter die Kulissen zu spitzeln, sondern auch um das große Thema Digitalisierung lokal zu verankern.

Schlaflos. Party. Hacken. Feldbett oder Schiff. – Wie geschlafen und gefeiert wurde

„Schlaf, was ist das?“ – Bei einem Hackathon kann es schon mal passieren, dass der Schlaf etwas zu kurz kommt. Die Zeit von 28 Stunden ist begrenzt. Somit wurde nur kurz geschlafen. Oder auch nicht. Kurz auf dem Schiff oder auf Feldbetten in einer Konstanzer Turnhalle.

Feiern und Spaß? Beim #uh18 ist alles möglich. Gefeiert wurde entweder überhaupt nicht bis sehr ausgiebig. So arbeiteten manche Teilnehmer die halbe Nacht an ihrem Projekt. Andere wiederum schauten sich das Konstanzer Nachtleben an.  Es gab aber auch auf dem Schiff genügend Bier und Musik.

Der nächste Morgen. Die Schweiz und der Lunch. Ankunft Bregenz Hafen.

7 Uhr. Ein gesundes Frühstück vertreibt Kummer und Sorgen. Vom Müsli über Brötchen gab es alles, was ein Hacker-Herz begehrt. Nicht nur morgens, auch sonst wurde für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt. Snacks im Überfluss und mit sehr gesunden Optionen wie Karotten, Äpfel, Bananen und Studentenfutter. Auch Getränke, die in keinem hippen Start-Up fehlen dürfen wie Club-Mate, fritz-kola, Kaffee und Fohrenburger-Bier, waren jederzeit verfügbar.

9 Uhr. Abfahrt vom Konstanzer Hafen.

10:30 Uhr. Handy aus. Wir betreten Schweizer Boden. Ankunft in Romanshorn. Hier warten nicht nur Vertreter der Gemeinde Romanshorn, sondern auch ein feines Buffet zum Mittagessen. Von Salatvariationen über Älplermakkaronen, Fleischkäse und Kuchen bleibt kein Wunsch offen.

Besonders spannend: An was wurde in den 28h gehackt?

Team „illwerke“: Ein cooles Team bestehend aus illwerke vkw Mitarbeitern und unserem Marvin. Das Team von illwerke vkw hat versucht, mit der Microsoft Hololens eine AR-Experience (Augmented Reality) zu schaffen, die einen virtuellen Rundgang durch das VKW Betriebsgelände in Bregenz ermöglichen sollte. Auch wenn das aufgrund diverser Probleme wie fehlender Internetverbindung nicht ganz so gut geklappt hat, wie wir uns das erhofft haben, sind erste Schritte mit der Hololens nun gemacht. Weitere können nun folgen.

An zahlreichen, weiteren Projekten wurde gearbeitet: Es wurde auf Basis der LoRA-Technologie versucht Displays auf einem Modell einer Berghütte mit aktuellen Meldungen über sicherheits- oder komfortrelevante Informationen wie Wetterwarnungen zu bespielen.  Andere wollten mittels Smart Glasses mit einem Roboter agieren. Die Kinder vom Kinderhackathon bastelten in Länderteams aus Treibgut drei Schiffe, die nicht nur schwimmen, sondern auch Müll im Bodensee einsammeln sollten. Andere bauten ein tauchfähiges U-Boot oder konzipierten und programmierten ein spannendes Escape Room bzw. Escape Boat Spiel, bei welchem man als einzig überlebender Passagier versuchen musste mit Hinweisen des Kapitäns das Schiff zu verlassen. Das sprechende Gemüsebeet war ein unterhaltsames Projekt, bei dem ein Gemüsebeet mit Sensoren ausgestattet wurde, die automatisch erkennen, wann Dünger und Wasser benötigt werden. Die Pflanzen konnten dann mitteilen, wie sie sich fühlen und, ob sie Durst haben. Teams arbeiteten an einem Sudoku Solver, der anhand einer Kameraaufnahme eines Sudoku-Spielfelds eine Lösung für das Sudoku errechnet hat. Auch ein Bierpong-Bot war mit von der Partie. Ganz spannend war auch der LED-Stab zum Zeichnen von Schrift und Bild in Zeitrafferaufnahmen. So viel Kreativität und Innovation. So viele, spannende Projekte. Wir waren überwältigt.

Blackout-Award & Co.: Wer war dieses Jahr glücklicher Awardträger?

Beim Hackathon geht’s vorwiegend um das Spaß haben und beim Gewinnen, um Ruhm und Ehre der anwesenden Community.

Nicht nur die Teilnehmer können kreativ und originell sein. Jedes Jahr auf’s Neue beweist die DI ein feines Gespür für Humor, wenn es darum geht die Preise liebevoll zu benennen und bei der Abschlusspräsentation an die Gewinner zu überreichen.

Tobias Häusle, Mitarbeiter von illwerke vkw, konnte mit seinem Team, den Black River Mindstorms, den Käpt‘n Blaubär-Award für ihr U-Boot-Projekt gewinnen (und hatten nebenbei noch den jüngsten Hacker mit 8 Jahren mit an Bord).

Das Team Memory Leak bekam den Schmusetier-Award, für eine interaktive und vernetzte Lampe, die die jeweilige Stimmung des Besitzers an die Community übermittelt und hoffentlich für grenzüberschreitenden Austausch sorgt.

Für ihr digitales Hochbeet bekam das Team Krautgeschichten den Fauchekatze-Award, ganz einfach weil Katzen mitunter auch große Gartenfreunde sind.

Der Crocodile Dundee-Award (ein Krokodil mit sehr langem Schwanz) ging an ein Projekt, das die Live-Cam der Bodenseefähre in Konstanz anzapft, eine Bildauswertung der dort wartenden Autos macht und per App die Info an die Nutzer verbreitet, ob es momentan günstig ist die Autofähre zu nutzen oder besser noch eine halbe Stunde zu arbeiten.

Andere Preise tragen so klingende Namen wie Sharknado, Massive Rhino, … und wurden mit sehr plausiblen Begründungen an die unterschiedlichen Teams verteilt.

Und den vom illwerke vkw Innovation Lab gesponserten Hauptpreis, den Blackout-Award, haben sich die Veranstalter, wegen der Internet-Probleme und -ausfälle an Bord, gleich selber verliehen…! 😉

Wie wir vom Innovation Lab den #uh18 erlebt haben? Unsere Eindrücke.

Wir vom Innovation Lab haben den #uh18 wieder als ein sehr gelungenes Event wahrgenommen. Perfekt organisiert. Jederzeit für das leibliche Wohl gesorgt. Und das noch mit gesunden Snacks. Die beste Crew in Form der Digitale Initiativen. Tolle Stopps und Empfangskomitees in den unterschiedlichen Ländern. Sehr spezielle, voll motivierte Stimmung durch die außergewöhnliche Schiffs-Location. Spannende Projekte. Einfach legendär.

Hier noch ein paar exklusive Eindrücke vom Team:

Alex: „Tolle und spezielle Atmosphäre, fantastische Hosts, interessante Projekte. War spannend zu sehen was in einem solchen Rahmen in kurzer Zeit passieren kann. Wenig Internet und Sägegeräusche auf dem Schiff haben leicht nervös gemacht. :)“

Marvin: „Es war mal wieder eine geniale Zeit, mit einer top Location und einer perfekten Ausführung durch das UH18 Organisationsteam! Wir durften viele verschiedene Ideen und Projekte bestaunen und auch das Rahmenprogramm war einfach nur perfekt.“

Thomas: „Der #uh17 letztes Jahr war für uns ein sehr prägendes Erlebnis. Begeistert vom Organisationsteam der DI im Vorfeld, beeindruckt von der besonderen Atmosphäre beim Event und am Schluss hochmotiviert beim nächsten Hackathon sich als Sponsor selber stärker einzubringen. Es ist toll zu sehen, was in 28 Stunden entstehen kann, wenn der Rahmen und die Motivation stimmen. Die Abschlusspräsentationen zeigen auf, wie groß die Bandbreite an umgesetzten Ideen, Kreativität und Begeisterungsfähigkeit ist. Dieses Potential gilt es im Land zu nutzen!“

 

 

 

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